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Parama Ekadasi
Parama Ekadasi

Do., 11. Juni

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Parama Ekadasi

Fastenbrechen: 05:28 – 10:46 Uhr

Zeit & Ort

22 weitere Termine

11. Juni 2026, 00:00 – 23:59

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Über die Veranstaltung

Die Herrlichkeiten von Parama Ekadashi, das während des abnehmenden Mondes im zusätzlichen Schaltmonat (Adhika Masa) erscheint, werden von Lord Krishna Maharaja Yudhisthira beschrieben.

Maharaja Yudhisthira sagte:

„O mein Herr! Wie heisst das Ekadashi, das während des abnehmenden Mondes im zusätzlichen Schaltmonat auftritt, und wie ist die Vorgehensweise zur Beobachtung dieses Ekadashi?“

Lord Krishna antwortete:

„O König! Der Name dieses Ekadashi ist Parama Ekadashi. Dieses glückverheissende Ekadashi vernichtet alle sündhaften Reaktionen und gewährt sowohl materiellen Genuss als auch Befreiung. Die Vorgehensweise zur Beobachtung dieses Ekadashi ist dieselbe, die Ich dir bereits beschrieben habe. An diesem Tag sollte man den Höchsten Herrn verehren, der der Lenker aller Lebewesen ist. Höre nun eine bezaubernde Begebenheit, die Ich einst von den Weisen in der Stadt Kampilya gehört habe.

In der Stadt Kampilya lebte einst ein frommer Brahmane namens Sumedha. Er hatte eine keusche Ehefrau namens Pavitra. Aufgrund gewisser sündhafter Handlungen aus der Vergangenheit wurde dieser Brahmane jedoch sehr arm. Selbst durch Betteln konnte er seinen Lebensunterhalt nicht verdienen. Er hatte weder Nahrung zu essen noch Kleidung zu tragen noch einen Ort zum Schlafen. Dennoch diente ihm seine junge und schöne Ehefrau treu. Oft blieb sie hungrig, um Gäste bewirten zu können. Trotz ihres häufigen Hungers verlor ihr Gesicht niemals seinen Glanz, und sie erzählte ihrem Mann nichts davon.

Als der Brahmane sah, dass seine Frau von Tag zu Tag schwächer wurde, verurteilte er sich selbst und sagte zu seiner sanft sprechenden Gattin:

‚O Geliebte! Obwohl ich versucht habe, selbst bei den einflussreichsten Menschen zu betteln, habe ich nichts erhalten. Sage mir nun, was ich tun soll. Soll ich in ein fremdes Land gehen, um Reichtum zu erwerben? Vielleicht erhalte ich dort etwas, wenn ich Glück habe. Ohne Begeisterung kann keine Arbeit erfolgreich sein; deshalb preisen kluge Menschen stets den Eifer.‘

Als Pavitra, die schönen Augen hatte, diese Worte ihres Mannes hörte, sprach sie mit gefalteten Händen und Tränen in den Augen zu ihm:

‚Es gibt niemanden, der klüger ist als du. Alles, was wir in dieser Welt tun und erreichen, ist das Ergebnis unserer früheren Taten. Wer aus früheren Leben kein frommes Verdienst besitzt, kann nichts erlangen, wie sehr er sich auch bemüht. Wer in früheren Leben Wissen oder Reichtum gespendet hat, erlangt Entsprechendes in diesem Leben. O Bester der Brahmanen! Es scheint, dass weder du noch ich in unseren früheren Leben geeigneten Empfängern Wohltätigkeit erwiesen haben. Deshalb müssen wir nun gemeinsam hier bleiben. O Herr! Ich kann nicht einmal einen Augenblick ohne dich leben. Wenn du fortgingest, würden die Menschen mich als unglücklich bezeichnen und verurteilen. Sei daher bitte zufrieden mit dem Reichtum, den du hier sammeln kannst. Du wirst gewiss in diesem Land Glück erlangen.‘

Nachdem der Brahmane die Worte seiner Frau gehört hatte, gab er seinen Plan auf, in ein fremdes Land zu gehen. Eines Tages kam durch göttliche Fügung der grosse Weise Kaundinya Muni an diesen Ort. Als Sumedha ihn sah, wurden er und seine Frau voller Freude und erwiesen dem Weisen ihre Ehrerbietungen. Sie boten ihm einen Sitzplatz an und verehrten ihn angemessen. Der Brahmane sagte:

‚O grosser Weiser! Heute ist unser Leben erfolgreich geworden, denn wir haben dein Darshan erhalten.‘

Daraufhin bewirtete das Ehepaar den Weisen nach seinen Möglichkeiten.

Dann fragte die Frau des Brahmanen:

‚O gelehrter Weiser! Was ist das Mittel, um Armut zu zerstören? Ohne Wohltätigkeit geübt zu haben – wie kann man Reichtum, Bildung und Ähnliches erlangen? Mein Mann wollte in ein fremdes Land gehen, um Reichtum zu erwerben, doch ich habe ihn davon abgehalten. Es ist wahrlich unser grosses Glück, dass du hierhergekommen bist. Durch deine Gnade wird unsere Armut gewiss beseitigt werden. Bitte unterweise uns so, dass unsere Armut verschwindet.‘

Als der grosse Weise Kaundinya diese Worte von Pavitra hörte, sprach er:

‚Es gibt ein glückverheissendes Ekadashi, das während des abnehmenden Mondes im zusätzlichen Schaltmonat erscheint. Dieses Ekadashi ist dem Herrn sehr lieb und heisst Parama Ekadashi. Es vernichtet sündhafte Reaktionen, materielle Leiden und Armut. Wer dieses Ekadashi beobachtet, wird gewiss wohlhabend. Dieses heilige Ekadashi wurde zuerst von Kubera befolgt; infolgedessen wurde Lord Shiva zufrieden und gewährte ihm den Segen grossen Reichtums. Durch die Beobachtung dieses Ekadashi erlangte auch König Harishchandra sein Königreich und seine Ehefrau zurück, die er einst verkauft hatte. O Schönäugige! Auch du solltest dieses Ekadashi beobachten.‘

Lord Krishna fuhr fort:

‚O Pandava! Nachdem Kaundinya Muni liebevoll über Parama Ekadashi gesprochen hatte, beschrieb er das glückverheissende Gelübde namens Pancharatrika. Durch die Beobachtung des Pancharatrika-Gelübdes erlangt man Befreiung. Man sollte dieses Gelübde am Tag von Parama Ekadashi gemäss den vorgeschriebenen Regeln beginnen. Wer nach seinen Möglichkeiten fünf Tage lang ab Parama Ekadashi fastet, kehrt zusammen mit Vater, Mutter und Ehefrau in die Wohnstätte von Lord Vishnu zurück. Wer während dieser fünf Tage nur einmal täglich isst, wird von allen sündhaften Reaktionen befreit und gelangt in die spirituelle Welt.‘

Gemäss den Anweisungen von Kaundinya Muni beobachteten Mann und Frau ordnungsgemäss Parama Ekadashi. Als die Gelübde von Ekadashi und Pancharatrika vollendet waren, kam – durch die Inspiration von Lord Brahma – ein Prinz aus dem königlichen Palast zu ihnen. Er schenkte ihnen ein neues Haus, geschmückt mit schöner königlicher Einrichtung, sowie eine Kuh zum Lebensunterhalt. Nachdem er das Brahmanenpaar gepriesen hatte, ging der Prinz fort. Infolge dieses frommen Handelns kehrte auch dieser Prinz am Ende seines Lebens in die Wohnstätte Vishnus zurück.

So wie die Brahmanen die Besten unter den Menschen sind, die Kühe die Besten unter den vierbeinigen Wesen und Indra der Beste unter den Halbgöttern, so ist der Schaltmonat der Beste unter allen Monaten. In diesem Monat sind die beiden Ekadashis, Padmini und Parama, Lord Hari besonders lieb. Hat man die menschliche Lebensform erlangt und beobachtet dennoch kein Ekadashi, so erlangt man niemals Glück – auch nicht während der Wanderung durch die 8.400.000 Lebensformen –, sondern erleidet unzählige Leiden. Durch grosses frommes Verdienst erhält man eine menschliche Geburt; deshalb sollte man das Gelübde von Ekadashi unbedingt befolgen.

Nachdem Maharaja Yudhisthira die Herrlichkeiten dieses Ekadashi gehört hatte, beobachtete er dieses heilige Ekadashi gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinen Brüdern.“

 

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